Die Rasenpflege im Frühjahr

 
 
Die Rasenpflege im Frühjahr
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Auf dem Rasen hinterlässt die nasskalte Jahreszeit oftmals sichtbare Spuren. Das beginnt bei kahlen Stellen, geht über eine bräunliche Verfärbung bis hin zu Filz und Moos. Damit die Graspflanzen im Frühjahr wieder kräftig und gesund wachsen können, sollte der Rasen nun eine ganz besondere Wellnesskur erhalten. Doch von vielen wird es allerdings versäumt, die typischen Rasenproblem buchstäblich bei der Wurzel zu packen.

Das Frühjahr beginnt für die Rasenpflege im März. Sollte dann bereits die Vegetation beginnen, dann ist die erste Düngung der Rasenfläche angebracht. Dafür ist ein normaler Rasendünger empfehlenswert, der einen hohen Langzeitanteil aufweist. Besonders die Rasenflächen die über den Winter unter den Wetterbedingungen stark gelitten haben, sollten zu einer besseren und schnelleren Regeneration mit Starterdünger gedüngt werden. Damit das Mooswachstum unterdrückt wird, sollte Rasendünger mit einem erhöhten Eisenanteil genutzt werden. Ist die Düngung erfolgt, dann kann der Rasen das erste Mal in der Saison gemäht werden, wobei das Schittgut nicht auf dem Rasen verbleiben sollte (Mulchen).

Die wesentlichen Nährstoffe für den Rasen:

  •  » Stickstoff (N): Sorgt für Wachstum & die Grünfärbung
  •  » Phosphor (P): Das Wurzelwachstum wird gefördert
  •  » Kalium (K): Die Gräser werden gegen Trockenheit, Kälte & Krankheiten gestärkt
 

Im April dann, sollte nach dem zweiten bis dritten Schnitt der Rasen vertikutiert werden. Sollte es sich um das Folgejahr einer Neuanlage handeln, ist dieser Schritt nicht notwendig, denn in dem Fall sollte normalerweise noch kein Rasenfilz vorhanden sein. Die Rasenkräuter, wie Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen & Co. etablieren sich zu dieser Zeit auf lückigen, nicht homogenen Rasenflächen. Sollte Klee vorhanden sein, dann sollte die Rasenfläche nicht vertikutiert werden, denn die herausgearbeiteten Kleeausläufer verwurzeln sich erneut und bilden neue Pflanzen.

Kommt der Mai, dann kann, sind Nachsaaten und Neuanlagen mit hochwertigen Rasensamen durchführbar. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Bodentemperaturen durchgehend zwischen 10 und 12 Grad liegen - auch in der Nacht. Der Grund ist, dass bei etwaigen Bodenfrost das Saatgut nicht keimt oder nur ungleich aufgeht. Des Weiteren kann mit der Unkrautbekämpfung begonnen werden. Gegen hartnäckige Kräuter wie Giersch, Klee usw. sind nur flüssige Produkte hilfreich. Hilfreich ist es, wenn der Gieß- oder Sprühlösung zwei Tropfen handelsübliches Spülmittel zugefügt wird, denn dieses senkt die Oberflächenspannung des Wassers, so dass die Lösung besser auf den Blättern haften kann. Andere Kräuter wie Löwenzahn und Gänseblümchen können mit einem Kombi-Produkt - bspw. Unkrautvernichter & Rasendünger - bekämpft werden. Die Temperaturen sollten jedoch nicht zu hoch sein, wenn die Unkrautvernichtungsmittel genutzt werden. Empfehlenswert ist es, das Produkt auf die taufeuchten oder vorab leicht angefeuchteten Gräser aufzubringen, damit das Granulat besser auf den Blättern haften bleibt. Wichtig ist es auch, dass es für 24 Stunden nach der Ausbringung nicht regnet. Denn nur dann können die Wirkstoffe in die Pflanze gelangen.

Die Rasenpflege im Frühjahr - Der große Rasenmäher Ratgeber

März:

  •  » Die erste Düngung vornehmen - normaler Rasendünger ist ausreichend
  •  » Stark beeinträchtige Rasenflächen mit einem Starterdünger düngen
  •  » Gegen erhöhtes Mooswachstum bewährt sich Rasendünger mit erhöhtem Eisenanteil
  •  » Nach erfolgter Düngung erfolgt das erste Mähen
  •  » Den Rasen beim ersten Schnitt nicht mulchen
  • April:

    •  » Nach dem 2 bis 3 Schnitt den Rasen vertikutieren (im Folgejahr nach Neuanlage nicht notwendig)
    •  » Es breiten sich Rasenkräutern wie Klee, Gänseblümchen, Löwenzahn & Co. aus
    •  » Auf das vertikutieren sollte bei Bildung von Klee verzichtet werden, da sich so neue Pflanzen bilden
    • Mai:

      •  » Die erste Düngung vornehmen - normaler Rasendünger ist ausreichend
      •  » Stark beeinträchtige Rasenflächen mit einem Starterdünger düngen
      •  » Gegen erhöhtes Mooswachstum bewährt sich Rasendünger mit erhöhtem Eisenanteil
      •  » Nach erfolgter Düngung erfolgt das erste Mähen
      •  » Den Rasen beim ersten Schnitt nicht mulchen
      • In dieser Zeit können auch die Maulwurfshaufen geebnet werden und das geht am besten mit einer Eisenharke oder einer Schaufel. Dafür einfach die Erde auseinanderziehen und als dünne Schicht auf dem Rasen verteilen. Innerhalb weniger Wochen wachsen die Rasenpflanzen durch die dünne Erdschicht hindurch. Zudem sollte die Grasnarbe rings um das Loch leicht angetreten werden im Anschluss.

        Tipp: Die Erde, der der Maulwurf angehäuft hat, eignet sich hervorragend als selbst gemischte Anzuchterde. Dafür den humusreichen Oberboden in einen Eimer tun oder eine Schubkarre und dann zu gleichen Teilen mit reifem, gesiebten Laubkompost mischen. Dieser Mischung kann bei Bedarf auch ein wenig Algenkalk hinzugefügt werden, so dass ein pH-Wert von ungefähr 6,5 erreicht wird.

        Sollten sich auf der Rasenfläche an einigen Stellen Wasserstellen gebildet haben, dann den Boden in dem Bereich mit einer Grabegabel lockern. So werden die Oberflächennahen, verdichteten Stellen gelockert. Dafür mit der Gabe an den feuchten Stellen mehrmals tief in die Erde stechen und dann die Gabel mehrmals hin und her bewegen.

         

Tipps und Tricks zur Rasenpflege im Frühjahr im Video

 

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